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10 einfache Dinge für mehr Nachhaltigkeit im Alltag...

vor 14 Stunden
7 Min. Lesezeit

... und wie du dabei der Natur und deiner Geldbörse etwas Gutes tust. =)


Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema in meinem Leben und wenn es um den Naturschutz geht. Wenn ich mit Menschen über diesen Hitzesommer, den Naturschutz und die Klimaerwärmung spreche, dann bekomme ich oft Sätze zu hören wie: "Ach, da kann man nichts machen." oder "Wir müssen diese Wetterschwankungen nun halt einfach akzeptieren." oder "Solange die grossen Konzerne nichts tun, nützt es auch nichts, wenn wir etwas tun."


Ich möchte nicht zu denjenigen zählen, die aufgegeben und sich damit abgefunden haben, dass unser Planet nun halt immer wärmer und immer dreckiger wird. Denn das einzige, was ich beeinflussen kann, bin ich und meine eigenen Entscheidungen. Und hier beginnt es doch. Bei uns selbst und zwar bei jedem/jeder Einzelnen von uns. Ein Satz, den ich mal irgendwo gelesen habe, klingt mir immer noch in den Ohren: "Es braucht nicht wenige, die es perfekt machen, sondern viele, die es nicht perfekt machen, aber es versuchen." Wir haben Einfluss, denn wir sind die Konsument*innen. Und auch wenn er nur kleine Veränderungen bewirkt, so können wir doch mit einem etwas ruhigeren Gewissen sagen, dass wir es wenigstens versucht haben. Und: Viele kleine Veränderungen resultieren dann vielleicht dennoch in einer grossen Veränderung. Ich möchte sogar soweit gehen zu behaupten, dass es unsere Pflicht (und damit meine ich vor allem die Pflicht der Personen in der westlichen Welt) ist, genau hinzuschauen und unsere Entscheidungen zu überdenken. Das kann unbequem sein, ich weiss, denn niemand ändert sein Verhalten gerne. Doch diese Welt, die Natur braucht mehr bewusste Menschen!


"Wenn du glaubst, du bist zu klein, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist."

~Dalai Lama ~


Im Folgenden teile ich 10 einfache Dinge mit dir für mehr Nachhaltigkeit im Alltag:


Frau am Bach

1. Regional, saisonal und biologisch essen


Kaufe dein Essen bewusst ein. Geh auf den Wochenmarkt, bestelle dir ein Gemüseabo vom Bauernhof, informiere dich, woher dein Essen kommt und kaufe, wann immer möglich, biologisch ein. Das Unfaire ist, dass diese nachhaltigere Art zu essen meist teurer ist. Doch eine Frage, die ich mir hier immer wieder stelle, ist: Was ist es mir wert, gesund und nachhaltig zu essen? Es ist mir so viel mehr wert, denn nicht nur tue ich der Natur Gutes, sondern auch meinem eigenen Körper. Lieber verzichte ich dann auf etwas anderes, das ich nicht unbedingt brauche. Ein riesiges Plus ist, dass du auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen auch noch kleinere, unabhängige Unternehmen unterstützen kannst.

Auf Urkraut.ch findest du Rezepte und Inspiration zur nachhaltigen Ernährung.



Lauch und Randen

2. Dein eigenes Gemüse anpflanzen. Und ja, das geht auch auf dem Balkon!


Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als mein eigenes Essen zu ernten. Im Garten zu sein, schenkt dir nicht nur leckeres und gesundes Essen, sondern auch noch eine Verbindung zur Natur. Schau beim Gartenblog "Wurzelwerk" vorbei. Da findest du viele Tipps rund ums Thema Selbstversorgung und Permakultur. Und ja, das geht auch auf dem Balkon! Lies ausserdem gerne mein Naturmensch Gespräch mit Beate Pehlchen-Mazenauer übers naturnahe Gärtnern.



3. Dein eigenes Essen zubereiten und auf möglichst unverarbeitete, unverpackte Produkte achten.


Klar, es braucht Zeit, sein eigenes Essen zuzubereiten. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Was ist es mir wert? Ist es nicht viel mehr wert, wenn du weisst, was auf deinem Teller landet und du dadurch, dass du möglichst auf verarbeitete und in Plastik verpackte Produkte verzichtet hast, dir selbst und der Natur unter die Arme greifst? Und es muss gar nicht so aufwendig sein. Schau mal in meinem Artikel übers Selbermachen vorbei, vielleicht findest du da Inspiration.



4. Second-hand kaufen und brauchen, was du hast.


Die Kleider-Industrie und vor allem Fast Fashion ist eine der grössten Umweltsünderinnen auf diesem Planeten. Nicht nur werden Unmengen an Wasser für die Herstellung eines Baumwoll T-Shirts verbraucht, sondern auch die Menschen, die diese Kleidung herstellen, werden völlig ausgebeutet mit horrenden Arbeitsbedingungen und einem nicht vorzustellenden niedrigen Lohn. Deshalb: Kaufe keine neuen Kleider! Oder noch besser: Brauche die Kleidung, die du bereits hast. Hast du schon mal von der Capsule Wardrobe gehört? Bei diesem Prinzip hast du nur eine bestimmte Anzahl an saisonal angepassten Kleidern im Schrank, alle anderen sind in Boxen verstaut. Zu jedem Jahreszeitenwechsel wechselst du die Kleidung aus, so dass du eigentlich immer wieder deine eigene Kleidung shoppst. Eine andere tolle Idee ist, Kleider mit Freund:innen zu tauschen.

Übrigens gilt das nicht nur für Kleidung, auch andere Dinge können ausgeliehen, gemietet oder getauscht werden.



5. Deine eigenen Kleider nähen


Ich habe vor Kurzem begonnen, meine eigene Kleidung zu nähen. Dafür verwende ich so viel wie möglich alte, aussortierte Kleidung oder Stoffe, die ich aus der Brockenstube habe. Und es macht solchen Spass! Wie wäre es zum Beispiel mit einer lässigen Hose aus einem alten Fixleintuch oder "neuer" Bettwäsche aus dem Leinenstoff eines alten Tischtuchs?

Schau mal bei "How to slay Oma's Kleiderschrank" vorbei. Kathy ist eine Plaudertasche, aber sie näht wirklich coole Sachen und hat viele Upcycling Projekte auf ihrem Kanal. Auch Häkel- und Strickanleitungen findest du da.



Bärlauchpesto

6. Wildkräuter sammeln und verarbeiten.


Durch Wald, Wiesen und Garten zu streifen und Essbares zu sammeln, wurde eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Die Natur bietet so viel, was essbar und zudem noch unglaublich gesund ist. Zum Beispiel wurde es für mich im Frühjahr Tradition mit meiner Mutter Bärlauch sammeln zu gehen und dieses zu einem leckeren Pesto zu verarbeiten, das du auch einfrieren und somit haltbar machen kannst. Oder anstelle von Spinat brauche ich immer wieder einmal Brennnesseln. Tees kaufe ich schon gar nicht mehr, weil ich die Kräuter aus meinem Garten und aus dem Wald hole. Anfang des Jahres habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mehr Wildkräuter in meinen Speiseplan zu integrieren. Hier findest du weitere Infos und Rezepte.

Nicht nur macht es Spass und ist es interessant, all diese wilden Dinge, die unsere Vorfahren noch kannten, wieder zu entdecken, sondern es ist eine wunderbare Weise, achtsame und bewusste Zeit in und mit der Natur zu verbringen. Bitte sei vorsichtig beim Sammeln. Du musst dir immer zu hundert Prozent sicher sein, was du pflückst und jeweils nur so viel pflücken, dass es den Pflanzenbestand nicht gefährdet. Eine gute Regel ist, immer nur höchstens ein Drittel zu sammeln. Lasse gerne auch deinen Dank da.



7. Deine eigene Kosmetik herstellen


Ja, beim nachhaltigen Leben dreht sich vieles ums Selbermachen, so zum Beispiel auch die Kosmetikprodukte. Ich habe irgendwann für mich gemerkt, dass ich wissen möchte, was ich aufs grösste Organ meines Körpers, meine Haut, schmiere und dass ich eigentlich so viel wie möglich selber machen möchte. Und so kommen in mein Badzimmerschrank hauptsächlich Produkte, die ich eigentlich auch essen könnte. =) Beispielweise mache ich mein Deo selbst aus Kokosöl, Natron und Maisstärke, was ziemlich gut funktioniert. Oder meine Gesichtscreme, die aus Sheabutter, Jojobaöl und Kakaobutter besteht.

Schau bei Anke von heilsam-en vorbei. Sie bietet Naturkosmetik-Kurse in der Nähe von Basel an und in diesem Artikel findest du Anleitungen zum Selbermachen von Creme, Deo und einem Badzimmerreiniger.



8. Zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit den ÖV oder in Fahrgemeinschaften reisen


Ich denke nicht, dass ich dir sagen muss, dass das Auto und das Flugzeug keine Freunde der Umwelt sind. Aber dennnoch scheint es mir wichtig, diesen Punkt in diese überhaupt nicht vollständige Liste zu integrieren. Ich denke, auch hier kommt uns oft die Bequemlichkeit in die Quere, denn oftmals ist es praktischer mit dem Auto zu gehen. Doch ich habe gelernt, dass es meistens auch andere Optionen gibt. Denn ich lebe am Ende der Welt und habe kein Auto, als eine der Einzigen im Dorf. Ich fühle mich dadurch nicht eingeschränkt, auch wenn es nur alle paar Stunden einen Bus ins Tal gibt, weil ich gelernt habe, mich anzupassen und mit anderen mitzufahren, die sowieso runter fahren würden. Auch hier ist es wieder eine Frage der Priorität.



Esparsette mit Biene

9. Blumen säen für die Insekten und für deine Seele


Du brauchst keinen Garten, um Blumen zu säen für die Insekten. Auch ein Topf auf deinem Fenstersims reicht aus. Eine weitere Option ist das sogenannte Guerilla-Gardening, bei dem du auf Plätzen in deiner Stadt Blumen säst, die sonst nicht gebraucht werden. Gewisse Städte bieten zum Beispiel auch Baumpatenschaften an, bei welchen du das Beet rund um einen Baum bepflanzen kannst. Blumen sind nicht nur für die Insekten unglaublich wichtig und ein Weg, das Insektensterben aufzuhalten, sondern tun auch deiner eigenen Seele gut.



10. Weniger Fleisch essen


Bitte verzeih mir, dass ich dieses Klischee aller Klischees auch in diese Liste aufgenommen habe, aber auch in Klischees steckt eben Wahrheit. Ich möchte hier auf keinen Fall zur Moralpredigerin werden und auch wenn ich für mich entschieden habe, kein Fleisch und fast gar keine sonstigen tierischen Produkte zu essen, werde ich sicherlich nicht mit dem Zeigefinger auf dich zeigen, solltest du es tun. Unsere Ernährungsweise ist eine persönliche Entscheidung. Und dennoch möchte ich den Fleischkonsum hier erwähnen, weil er eben für viele der Emissionen verantwortlich ist, extrem viel Wasser verbraucht und der Platz, den es für die Viehhaltung, aber vor allem für deren Futterproduktion braucht, auf Kosten der Natur geht. (Dass er ausserdem für ganz viel Tierleid sorgt, muss ich, glaube ich, nicht weiter ausführen.) Darum: Reduziere deinen Fleischkonsum und wenn du Fleisch konsumierst, schau doch mal beim nächsten kleinen Bio-Bauernbetrief vorbei und unterstütze diesen.



Bonus: Viel nach draussen gehen und in eine enge Beziehung mit der Natur treten


Wir schützen das, was wir lieben.

Gehe in die Natur, lerne sie von Herzen zu lieben und trete in eine enge Beziehung zu ihr. Nicht nur tut das dir und deinem Seelenleben gut, sondern auch der Natur. Denn du gibst ihr auch etwas zurück: deine Liebe und deinen Schutz.


Lerne mit der Natur zu kommunizieren und vertiefe damit deine Beziehung mit ihr:


online Kurs



Gerne erinnere ich dich zum Schluss nochmals an den Satz vom Anfang: Du musst es nicht perfekt machen. Ich finde es wichtig zu erwähnen, dass wir alle in unterschiedlichen Lebenslagen sind und uns manchmal tatsächlich nicht für die nachhaltigere Option entscheiden können oder wollen. Auch das ist ok. Der Weg zur Nachhaltigkeit braucht eine gewisse Güte und ein Verständnis uns selbst gegenüber. Lebe bewusst, aber mach dich nicht verrückt! =)


🌍 Was tust du, um deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

crappa e plema, Steine und Federn
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Ich bin auch Yoga Lehrerin und führe Rituale und Retreats in der Natur durch. Vielleicht sehen wir uns mal auf der Matte?

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