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Selbstgemacht

vor 8 Stunden
4 Min. Lesezeit

Im Rahmen meiner Naturlehre habe ich mich in diesem Monat mit dem Thema "Selbstgemacht" auseinander gesetzt, weil es mich interessiert hat zu sehen, was ich in meinem Alltag alles selber herstellen kann, um Abfall zu vermeiden, eine reinere Zutatenliste zu bekommen und somit eben auch der Umwelt etwas zu Gute tue.


Im Folgenden teile ich Rezepte und Ressourcen, mit welchen ich arbeite. Gerade die Rezepte sind ziemlich einfach umzusetzen und beinhalten Zutaten, die ich schon zu Hause hatte.


selbstgemacht

Was ich vorweg nehmen möchte, ist das Zitat, das ich auch in meinem Nachhaltigkeits-Artikel erwähnt habe: "Es braucht nicht wenige Menschen, die es perfekt machen, sondern viele Menschen, die es nicht perfekt machen, aber es versuchen." In der Podcast Folge ziehe ich ein Fazit über den Monat und erzähle dir von meinen Erfahrungen mit dem Selbermachen. Höre sie hier:




Pflanzenmilch


selbstgemachte Pflanzenmilch

Für 1 Liter brauchst du:


  • 80 g Haferflocken

  • 1 EL Nussmuss

  • 1/2 TL Salz

  • 1 TL Rapsöl

  • 1 l Wasser


  1. Püriere alles miteinander. Achte darauf, dass du dies nicht so lange tust, dass der Mixer und somit die Milch warm wird, da der Hafer dann eine schleimige Konsistenz erhält.

  2. Gib die Milch dann durch ein Passiertuch und fülle sie in eine Glasflasche ab.

  3. Wirf den Haferbrei im Passiertuch nicht weg! Du kannst ihn deinem Müsli beigeben oder auch einem Kuchenteig.


Die Milch hält sich im Kühlschrank ca. 5 Tage.



Gemüsebrühe


Aus Rüstabfällen lässt sich eine leckere Gemüsebrühe herstellen, die du dann für Suppen, Curries und Eintöpfe gebrauchen kannst. Alles, was du tun musst: Sammle während einigen Tagen saubere Rüstabfälle und bewahre sie in einem Behälter im Kühlschrank auf. Was ich besonders gerne brauche:


  • Die Enden von Karotten

  • Stämme und Blätter von Blumenkohl und Brokkoli

  • Schale und Blätter von Knollensellerie

  • Fenchelkraut

  • Abschnitte von Pilzen

  • Zwiebelschalen


Wenn du einiges an Rüstabfällen beisammen hast, gibst du sie in eine grosse Pfanne, fügst ein wenig Salz zu (die Menge kannst du dann beim Abschmecken immer noch vergrössern) und bedeckst alles mit Wasser. Ich gebe manchmal noch ein paar Kräuter dazu, wie z.B. Liebstöckel oder ein Lorbeerblatt. Koche alles auf und lasse die Brühe für etwa 1 Stunde auf niedriger Stufe köcheln.

Dann lässt du die Brühe abkühlen (ausser du möchtest sie gerade weiterverarbeiten) und gibst sie durch ein Sieb in einen Glasbehälter.

Brauche die Brühe in den nächsten Tagen und bewahre sie im Kühlschrank auf. Ich friere sie auch gerne ein für winterlichere Tage.



Kräutersalz


Kräutersalz ist so einfach aus wenigen Zutaten herzustellen. Wähle einige Kräuter, die du gerne magst, trockne sie, entweder in der Luft oder auch mit einem Dörrex, und mörsere sie dann zu einem Pulver. Vermenge sie mit Salz et voilà, schon bist du fertig!

selbstgemachtes Kräutersalz

Ich verwende am liebsten eine Mischung aus Schnittlauch, Schnittlauch-Blüten, Liebstöckel und Kapuzinerkresse. Aber auch Petersilie, Basilikum, Thymian und Rosmarin machen sich gut. Probiere aus und finde deine ganz persönliche Salzmischung.



Brot


Ganz ehrlich, es ist mir noch nie ein Brot wirklich gut gelungen, das ich selbst gebacken habe. Entweder war es zu trocken, es ging nicht gut auf oder aber hat einfach nicht so gut geschmeckt. Von einer knusprigen Kruste wagte ich schon gar nicht erst zu träumen! Da ich nicht so viel Brot esse, kam für mich der Sauerteig-Trend auch nicht wirklich in Frage. Doch dann habe ich das wohl beste Brot meines Lebens gekostet: Das Kartoffelbrot von der Bäckerei von Andreas Caminada in Fürstenau. Und ich wusste, ich muss irgendwie versuchen, dieses nach zu backen.

Nach einer Google Suche fand ich zwar nicht Caminadas Rezept, doch eines, das mir einfach erschien und so habe ich es ausprobiert und bin total begeistert. Ich werde wohl kaum mehr ein anderes Brot backen! Hier findest du das Rezept.

Anstatt der frischen Hefe brauche ich 1 TL Trockenhefe und anstatt Weizenmehl, verwende ich 400 g Dinkelmehl und 100 g Buchweizenmehl. Somit braucht es weniger Wasser, ich gebe ca. 300 ml bei. Ich lasse den Teig auch gerne mehr als 24 Stunden aufgehen und dehne und falte ihn zwischendurch immer mal wieder. Wenn der Teig währenddessen zu klebrig wird, füge ich einfach ein wenig Mehl bei.



Badreiniger


selbstgemachter Badreiniger

Nun geht's von der Küche ins Bad. Auch Putzmittel lässt sich einfach selbst herstellen. Für einen Essigreiniger gebe ich einige Zitronenscheiben (noch nachhaltiger wäre es, wenn du die Schalen von ausgepressten Zitronen, die du nicht verwendest, brauchen würdest), einige Zweige Rosmarin, Lavendel und Fichte (frisch oder getrocknet) in ein Glas und fülle es mit Weissweinessig auf, bis alle Zutaten bedeckt sind. Dann lasse ich die Mischung für ca. 6 Wochen ziehen. Zwischendurch schüttle ich sie.

Nach dieser Zeit gebe ich den Reiniger durch ein Sieb und fülle ihn in eine Sprühflasche. Ich verwende ihn hauptsächlich im Bad.




Deo


Mein Deo stelle ich nach diesem Video her. Was du dafür brauchst ist Kokosöl, Maisstärke, Natron und ätherische Öle nach deinem Geschmack.


Es wirkt recht gut, jedoch brauche ich an Tagen, an welchen ich mehr schwitze auch noch ein anderes nachfüllbares Deo aus der Naturkosmetik.



Gesichtscreme


Seit einigen Jahren stelle ich auch meine eigene Gesichtscreme (die du auch für den Körper und sogar als Lippenbalsam verwenden kannst) her, weil ich wissen will, was ich auf meine Haut schmiere und selbst Naturkosmetik für meinen Geschmack zu lange Zutatenlisten haben, wovon ich die Hälfte nicht kenne. Für das Rezept habe ich mich von diesem hier inspirieren lassen. Anstelle des selbstgemachten Ölauszugs brauche ich oft einfachheitshalber je ein paar Tropfen ätherisches Öl, wie z.B. Orangenöl oder Lavendelöl. Für die Geschmeidigkeit füge ich ausserdem gerne noch ein paar Tropfen Jojobaöl dazu.


💄 Nun verrate uns: Was machst du selber, das ganz einfach geht?


crappa e plema, Steine und Federn
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Ich bin auch Yoga Lehrerin und führe Rituale und Retreats in der Natur durch. Vielleicht sehen wir uns mal auf der Matte?

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