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Die Heilkraft des Wassers

  • vor 2 Tagen
  • 7 Min. Lesezeit

Im zweiten Monat meiner Naturlehre beschäftige ich mich mit der Heilkraft des Wassers. Von Natur aus Wassermensch habe ich meine geliebte Praxis des Badens in wilden, kalten Gewässern wieder erlernt, mich mit der Lebendigkeit von Flüssen beschäftigt und mich auch ein bisschen in Wassermagie geübt.


In der Podcast-Folge wird es persönlich: Ich erzähle dir meine Wassergeschichte, wie eine Bachforelle mich tief berührt und inspiriert hat und mit welchen inneren Dämonen und limitierenden Glaubenssätzen ich mich auseinandergesetzt habe. In diesem Artikel, ergänzend zur Podcast-Folge, erfährst du einige Fakten übers Eisbaden und die Heilkraft des Wassers und ich teile zwei Übungen mit dir, die dir helfen, dich mit diesem Element zu verbinden.


Frau am Wasser

Die Podcast-Folge findest du hier:




Wasser fasziniert mich. Bevor wir zu dem gehen, was ich in diesem Mondzyklus gelernt habe, also ein paar allgemeine, für meine Naturlehre relevante und spannende Informationen, Assoziationen und Fun Facts übers Wasser:


💧 Unser Planet besteht aus über 70 % Wasser, ungefähr gleich verhält es sich mit dem menschlichen Körper. (Faszinierend, oder?)


💧 Wasser ist die einzige Substanz, die innerhalb der normalen Temperaturen der Erde in allen drei Aggregatszuständen vorkommt.


💧Im Jahr 2017 haben Bewohner*innen in Neuseeland erreicht, dass der Whanganui River als juristische Person betrachtet wird, aufgrund seiner kulturellen Bedeutung für die Maori. Dies geschah weltweit zum ersten Mal.


💧In der Astrologie wird jedem Sternzeichen ein Element zugeordnet. Zum Wasser gehören der Krebs, Skorpion und der Fisch. Astrologisch gesehen wird dem Wasserelement eine grosse transformierende Kraft zugeordnet, man denke eben an die drei Aggregatszustände. Ausserdem sollen Wasserzeichen intuitiv und tiefgründig sein. Hierbei denken wir an die Reflexion eines Sees und die vielen Mysterien der Tiefsee.


💧Das Wasser wird mit den Emotionen assoziiert. Wasser fliesst und wandelt sich ständig, so wie es auch unsere Gefühle tun.


💧Der Mond und das Wasser stehen in Verbindung zueinander. Auch hier ist es auf spiritueller Ebene die Wandelbarkeit der beiden. Ganz bodenständig gesehen, lässt der Mond das Wasser steigen und wieder sinken in Form von Ebbe und Flut.


Panta Rhei - alles fliesst.


Eisbaden - warum tue ich mir das an?


Wenn wir vom Eisbaden sprechen, dann kommt vielen wohl Wim Hof in den Sinn. Der "Ice Man", der über eine Stunde lang im Eiswasser sein kann, in Shorts den Kilimandscharo in kürzester Zeit bestiegen hat und nördlich des Polarkreises einen Marathon in Sandalen gerannt ist, hat viele Menschen in seinen Bann gezogen. Durch Mentaltraining und mit gezielten Atemübungen führt er Menschen ins Eisbaden ein. Ausserdem hat er an medizinischen Studien teilgenommen, die die körperlichen Benefits seiner Methode bestätigten und zeigten, dass das Eisbaden eine gesundheitsförderliche Wirkung haben kann. (In der Podcast Folge spreche ich darüber, was ich von der Wim Hof Methode halte.)

Doch ob mit Wim Hof oder nicht Eisbaden ist das, was es verspricht: Es ist das Baden in kaltem Wasser. Dies kann einerseits in einem wilden Gewässer sein, in einer Badewanne oder auch lediglich das kalte Duschen.


Hier sei schon erwähnt, dass das Baden in kaltem Wasser nicht ungefährlich ist und du dir auf jedem Fall der Gefahren bewusst sein solltest, bevor du damit startest. Auch solltest du langsam beginnen und gewisse Vorkehrungen treffen, wenn du unerfahren bist, wie z.B. jemanden mitnehmen oder Neopren-Socken und - Handschuhe tragen. Höre auch gut auf deinen Körper und halte dich an sein "Nein".


Dem Eisbaden, Winterschwimmen und kaltem Duschen werden viele gesundheitsförderliche Eigenschaften zugeschrieben. Darunter soll es gut für die mentale Gesundheit sein und sich bei Menschen mit und ohne Depressionen positiv auf die Stimmung auswirken. (Hier erfährst du mehr darüber.) Sich regelmässig kaltem Wasser auszusetzen kann ausserdem das Immunsystem stärken, die Durchblutung fördern und chronische Schmerzen lindern. Es gibt einen Energieboost und die Stresstoleranz wird erhöht.


Warum ich eisbade, sind in der Hauptsache nicht die gesundheitsförderlichen Eigenschaften, diese sind mehr ein netter Nebeneffekt. Das Baden in wilden Gewässern ist für mich eine spirituelle, rituelle und sehr persönliche Praxis. Bereits der Weg zum Bach, der durch den Wald führt, fühlt sich an manchem Tagen an wie eine kleine Pilgerreise. Es ist schwer in Worte zu fassen, was ich spüre, wenn ich meinen Körper ins Wasser tauche. Was ich sagen kann, ist, dass meine Gedanken ganz leise werden während den wenigen Momenten im Wasser. Ich konzentriere mich auf meine Atmung und bin so ganz präsent. Wenn ich danach aus dem Wasser steige, werde ich von Glücksgefühlen durchflutet und ein Feuer beginnt von innen zu lodern. Das ist ein ganz schöner Zustand, vor allem jetzt im Frühling, wenn dann noch die Sonne durch die Nadelbäume ins Tal scheint und mich auch von aussen ein wenig zu wärmen vermag.

Und wenn ich hier von meinen tiefen Erkenntnissen und meiner spirituellen Praxis schreibe, dann will ich auch sagen, dass es an manchen Tagen auch einfach nur um die Herausforderung, ums gut Fühlen oder im Sommer ums Abkühlen geht.


Was ich diesen Monat durchs Eisbaden gelernt habe, hat mich ehrlicherweise erstaunt. Es ist eine sehr persönliche Geschichte, die ich in der Podcast-Folge erzähle.


Frau im kalten Wasser

Das Wasser zeigt, wie es um unseren Planeten steht


Während diesem Monat war ich auch eine Woche am Meer im Urlaub. Überraschenderweise war es nicht einfach nur schön, auch wenn ich das Meer liebe. Es gab immer wieder Momente, da sass ich am Wasser und war einfach traurig berührt. Traurig, weil ich sehe, wie die Menschheit mit dem Meer und den Ozeanen umgeht. All die Verschmutzung, die Überfischung, der Rückgang der Biodiversität, der Massentourismus, die Globalisierung, die wir diesen Wasserkörpern zumuten. Berührt, weil ich sah, wie das Meer einfach weitermacht. Wie die Wellen kommen und gehen und wie das Meer trotz der Gewalt, mit der wir ihm gegenübertreten, weitermachen wird, ja uns wohl überleben wird.


Und so hat mich ein Buch gefunden, das mich diesen Monat begleitet hat: "Sind Flüsse lebendig?" von Robert Mcfarlane. Darin macht sich der Autor auf die Suche nach der Antwort darauf. Er beschreibt seine persönlichen Erlebnisse seiner Reisen in den Regenwald Ecuadors, entlang eines Flusses in Tamil Nadu und auf einer Kajak-Tour im wilden Québec. Ausserdem lässt er indigene Bewohner*innen zu Wort kommen und teilt die unterschiedlichen Initiativen, die sich für den Schutz unserer Gewässer einsetzen.


Auch wenn es mich oftmals deprimiert, wenn ich an unsere Welt denke, so schöpfe ich auch Hoffnung aus diesen Geschichten. Was mir ausserdem Hoffnung gemacht hat in diesem Monat, ist die Bachforelle, mit der ich gebadet habe. Ich stieg in mein kleines Bach-Wasserbecken und da spürte ich etwas an meinen Beinen. Natürlich erschrak ich mich heftigst und das Tier, das mir entgegenblickte, wohl auch. Nun ist es so, dass ich das wilde Gewässer in meinem Dorf und somit auch meine Badestellen, der Bachforelle zu verdanken habe. Vor einigen Jahren wurde nämlich abgeklärt, ob hier ein Wasserkraftwerk entstehen kann, doch weil Bachforellen darin gefunden wurden, durfte keines gebaut werden.


Frau im Wasser

Wasser als heilendes Element


Wasser gilt seit Jahrhunderten in vielen Kulturen als Symbol für Reinigung, Regeneration und Leben. Heute bestätigt auch die Wissenschaft, dass Wasser weit mehr ist als nur ein Durstlöscher: Es beeinflusst körperliche Leistungsfähigkeit, kognitive Funktionen und emotionales Wohlbefinden. Gleichzeitig spielt Wasser in spirituellen Traditionen eine zentrale Rolle – etwa in Ritualen der Reinigung, Meditation oder Taufe.


Hier in Mitteleuropa ist das "kneippen" für viele ein Begriff. Der deutsche Pfarrer Sebastian Kneipp hat dieses Behandlungsverfahren entwickelt, wobei die Hydrotherapie, also die Therapie mit Wasser, eine zentrale Rolle spielt. Dabei werden kalte Wassergüsse oder das Wassertreten verwendet. Auch das Barfusslaufen im taunassen Gras oder im Schnee gehört zu den Behandlungsmöglichkeiten. Viele Menschen berichten, dass ihr Immunsystem durchs Kneippen gestärkt wird, allerdings liegt noch keine wissenschaftliche Bestätigung vor.


Womit ich mich in diesem Monat insbesondere auseinandergesetzt habe, sind die Experimente von Dr. Masaru Emoto. Er war ein japanischer Wasser-Wissenschaftler, der gezeigt hat, dass Wasser Emotionen und Absichten speichern kann. Vielleicht hast du die Fotos von den Wasserkristallen schon einmal gesehen, wenn nicht lohnt sich eine Google Suche. Emoto hat Wasserproben eingefroren und diese mit unteschiedlichen Emotionen beschriftet, bspw. mit Liebe, Hass, Frieden oder auch mit dem Wort "Danke". Dann hat er die eingefrorenen Wasserkristalle unter dem Mikroskop fotografiert und festgestellt, dass die Kristalle mit dem selben Wasser, aber anders beschriftet, grosse Unterschiede aufweisen.


Diesen Gedanken des Programmierens vom Wasser habe ich mir diesen Monat zu Nutzen gemacht und in meiner Hexenküche auch ein wenig experimentiert, denn für mich hat das irgendwie etwas Magisches an sich. Und so ist dies auch die erste Übung, die ich dir ans Herz lege, wenn du dich mit dem Wasser verbinden möchtest:


Trinkglas mit Wasser

Lade dein Trinkwasser auf


Ob du nun daran glaubst, dass man das Wasser programmieren kann oder nicht, spielt für diese Übung keine grosse Rolle. Es geht hier mehr um die Absicht (und falls du gerne Hexe spielst, dann ist das ein wunderbares Ritual 😉). Wie immer, wenn wir ein Ritual machen, das man nicht so ganz erklären kann, darf das mit einem Augenzwinkern passieren.

Wähle ein schönes Trinkglas aus. Ich habe hierfür ein Weinglas aus Kristall benutzt. Schreibe dann eins oder zwei Wörter auf ein kleines Stück Papier. Dies sollen Wörter sein, die du gerne verkörpern möchtest. Ich habe mich diesen Monat auf die Wörter "Klarheit" und "Gesundheit" konzentriert. Fülle dann dein Glas mit Leitungswasser und stelle es auf den Zettel. Lasse es hier für ein paar Stunden stehen. Dann darfst du es trinken. Ich empfehle dir, dies ganz achtsam zu tun, damit du auch spürst, dass dieses Wasser etwas besonderes ist.

Falls du noch ein wenig Mondmagie einladen möchtest, dann führe dieses Ritual bei Vollmond aus und stelle dein Glas mit Wasser und dem Zettel über Nacht nach draussen unter den Vollmond.


Friedensaltar am Meer

Friedensaltar


Von meinem Business Coach Ashley habe ich diese wunderbare Praxis gelernt. Ashley hat bei Kriegsbeginn noch in Israel gelebt und war dort als Wasserpriesterin Hüterin einer alten Wasserquelle. Sie hat dann begonnen, kleine Friedensaltare am Wasser zu gestalten mit dem Gedanken, dass das Wasser uns alle verbindet, weil es in allen von uns in grossen Mengen vorhanden ist. Und somit ist hier die Einladung, dass du einen Friedensaltar an einem Gewässer gestaltest. Deinen Gestaltungsmöglichkeiten seien keine Grenzen gesetzt, solange du dabei die Natur ehrst. Ich mache es oft so wie Ashley und lege ein Mandala mit einem Friedenszeichen ans Gewässer. Dieses Mal habe ich es zusammen mit meiner Patentochter am Strand gemacht.


Quellen und Ressourcen

💧Robert Mcfarlane - Sind Flüsse lebendig?

💧Understandingly - Blog über Depressionen und die Macht von Mind-Body-Connections

💧Wim Hof - Die Wim-Hof-Mothode


✨ Ein empfehlenswerter Roman: Elli Kolb - 9 Grad

✨ Ein wunderbares Lied: Water Hymn by MILCK



crappa e plema, Steine und Federn
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Ich bin auch Yoga Lehrerin und führe Rituale und Retreats in der Natur durch. Vielleicht sehen wir uns mal auf der Matte?

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