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federleicht: Winter Ritual

Am 21. Dezember findet die Wintersonnenwende statt. Es ist die längste Nacht des Jahres und symbolisiert den Anfang des Winters. Im keltischen Jahreskreis war dies ein wichtiges Fest namens "Jul", denn man feiert in dieser Nacht die Rückkehr der Sonne. Von nun an werden die Tage wieder länger, das Licht-Halbjahr beginnt.

Ich versuche die Jahreszeiten mit Ritualen willkommen zu heissen und zu ehren. Diese Gesten und Meditationen helfen mir, mich auf eine neue Energie einzustimmen. Wie du vielleicht selbst merkst, ist der Winter die Zeit der Ruhe und der Einkehr. Wir richten unsere Kräfte wie die Natur nach Innen und wie die Natur brauchen wir Pausen, um im Frühjahr wieder erblühen zu können. Ende des Jahres überkommt mich jeweils das starke Bedürfnis nach Aufräumen, innerlich wie äusserlich. All das, was ich nicht ins neue Jahr mitnehmen möchte, wird ausgemistet. Ich möchte Platz schaffen für Neues. Diese Zeit ist somit nicht nur der Anfang einer neuen Jahreszeit, sondern auch ein Abschluss. Ein Übergang in ein neues Kapitel.

In der Rubrik "federleicht" teile ich mit dir Auszüge aus meiner spirituellen Werkzeugkiste und dieses Mal habe ich ein paar Ritualvorschläge für dich bereit, um dich auf den Winter einzustimmen, das Licht willkommen zu heissen und dir einen Moment der Ruhe in der geschäftigen Adventszeit zu schenken. Lass mich wissen, falls du etwas davon ausprobierst!


Winterritual, Laterne im Wald, Wintersonnenwende

Naturspaziergang

Gerade während der Weihnachtszeit fühle ich mich oft gestresst und mein Kopf ist häufig gefüllt mit To-Do-Listen und allem, was noch für Weihnachten organisiert werden muss. Dann brauche ich ein wenig Erdung und nichts hilft mir mehr, als mich warm einzupacken und nach draussen zu gehen. Ich habe das Glück ganz nahe am Wald zu wohnen, du kannst diesen Spaziergang aber auch auf einer Wiese, in einem Park oder sogar in der Stadt machen.

Im Winter scheint die Natur tot zu sein. Alles schläft und ist auf Rückzug. In dieser kleinen Natur-Meditation lade ich dich ein achtsam zu sein. Vielleicht lässt du deine Schritte ein wenig langsamer werden. Auch wenn alles nach Stillstand aussieht, der Kreislauf der Natur geht trotzdem weiter. Es ist nicht so offensichtlich wie in anderen Jahreszeiten, aber unsere Umgebung lebt. Unter den Schnee- und Eisschichten geht es weiter, an den kahlen Bäumen wächst es weiter, das Leben geht weiter. Achte dich auf diesem Spaziergang auf diese kleinen und leicht zu übersehenden Zeichen des Lebens. Vielleicht hörst du einen Vogel pfeifen, vielleicht entdeckst du die Spur eines Rehs im Schnee oder Schlamm, vielleicht hörst du den Bach unter der Eisschicht rauschen, vielleicht entdeckst du an einem Baum eine Knospe, die bereits alles enthält, damit im Frühling wieder Blätter wachsen können. Heisse das Licht, das Leben willkommen.

Und falls du noch mehr Erdung und Verbindung brauchst, suche dir einen Baum aus und lege deine Hände für einen Moment auf seine Rinde.


Kranz binden

Während der Winterzeit spielen Nadelbäume eine wichtige Rolle. Sie symbolisieren das ewige Leben, da sie immergrün sind. Ausserdem kann uns ihr Duft ein Gefühl von Geborgenheit, Wärme und Familiarität schenken.

Binde mit ein paar Zweigen eines Nadelbaumes einen Kranz. Vielleicht suchst du sie dir bei einem Spaziergang aus, aber nimm nur so viel, wie du auch wirklich brauchst. Deinen Kranz kannst du mit getrockneten Organgenscheiben, Zimtstangen, Tannenzäpfen, Preiselbeeren usw. schmücken. Wenn du möchtest, kannst du, während du den Kranz dekorierst, dich mit einem Gedanken verbinden, der dir durch die Winterzeit helfen soll. Frage dich: was brauche ich? Was wünsche ich mir? oder auch: was tut mir gut?

Hänge den Kranz dann an deine Haustür, somit begrüsst dich die Wärme der Nadelbäume und deine wohlwollenden Gedanken jedes Mal beim Betreten deines Zuhauses.

Manchmal hat man nicht die Zeit und Geduld einen Kranz zu binden. Dann kannst du auch einfach ein Bündel binden oder dein Zuhause mit immergrünen Zweigen schmücken.


Feuerritual

In der dunkelsten Zeit des Jahres sehnen wir uns nach Licht und was gibt es Schöneres als sich bei einem Feuer zu erwärmen. Ob du ein Feuer draussen auf einer Feuerstelle entfachst oder drinnen im Kamin, spielt dabei keine Rolle (solange es sicher ist). Ich mag es für meine Rituale draussen zu sein und führe dieses Ritual deshalb, wenn es passt, draussen durch.

Das Feuer bringt nicht nur das Licht in die Dunkelheit, es steht auch für die Transformation und fürs Platzschaffen für Neues.

Nebst dem Feuer brauchst du für dieses Ritual Lorbeerblätter (oder alternativ ein paar Zweige eines Nadelbaums). Nimm ein Lorbeerblatt in die Hand und verbinde dich in Gedanken mit einem Wunsch, den du fürs nächste Jahr hast. Du kannst diesen auch aufs Lorbeerblatt schreiben, wenn du möchtest. Sieh deinen Wunsch vor deinem inneren Auge so, als ob er schon Realität wäre. Lass deine Vision ganz stark werden und gib dann dein Lorbeerblatt ins Feuer, das deinen Wunsch transformieren darf.


Lebkuchen

Ich finde das Rituelle auch in der Küche. Ein Rezept das gut in diese Jahreszeit passt, ist der magische Most, den ich im Herbstritual geteilt habe. Du findest dieses hier verlinkt.

Dazu backe ich gerne einen Lebkuchen, den ich wiederum mit all meinen Intentionen für diese Jahreszeit fülle.

Du brauchst:

  • 250 g Dinkelmehl

  • 1.5 TL Backpulver

  • 2 TL Lebkuchengewürz (Zimt, Nelken, Kardamom, Anis, Muskatnuss, Ingwer...)

  • 1 EL Kakaopulver

  • 1 EL Sonnenblumenöl

  • 2.5 dl Milch deiner Wahl

  • ein Süssungsmittel deiner Wahl. Ich wähle oftmals Honig, Ahornsirup und Kokos-blütenzucker. (Da ich meinen Lebkuchen nicht allzu süss mag, habe ich keine exakte Angabe hierfür, aber ich denke, es sind 1-2 EL pro Süssungsmittel. Probiere selbst aus, indem du den Teig immer wieder probierst.)


Optional kannst du noch ein wenig geriebene Orangenschale beimengen.


Vermenge alles zu einem glatten Teig, während du dich mit deinen Intentionen verbindest. Streiche den Teig dann auf einem Blech aus und backe den Lebkuchen bei 180° für ca. 15 min. (je nach Dicke des Teigs.)

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